diese Kategorie sollte gewählt werden wenn es besondere Predigten gibt!

Arche-Gottesdienst im Sonnenschein

Genesis 8: das Wasser fällt und Land ist in Sicht! Unter diesem Motto fand am Sonntag, den 9.8. der Arche-Gottesdienst auf der Domwiese statt.

Die Tiefbläser des Posaunenchores sorgten für die musikalische Untermalung (vielen Dank!) und dank des Open-Air-Gottesdienstes durfte gesungen werden! Auch war es möglich, dass jeder schnell in den Schatten umziehen konnte, als die Sonne wanderte. 

Diese Gottesdienste sind etwas ganz Besonderes und wir freuen uns schon auf den kommenden Sonntag!

Gottesdienst vom 10. Mai – mit Abstand, aber zusammen und im Dom

Nun dürfen wir wieder Gottesdienst feiern. Gut besucht war dieser Gottesdienst, es waren viele Besucherinnen und Besucher sehr angerührt, wieder im Dom sein zu können. Die Bestimmungen, unter denen Gottesdienste wieder möglich sind, fühlen sich merkwürdig und befremdlich an. Sich nicht zu nah kommen, Mundschutz zu tragen, nicht zu singen, nicht das Glaubensbekenntnis und das Vaterunser zu sprechen – so ganz anders, als das, was wir kennen. Aber dennoch: die Orgel klingt, wir hören zu und gehen ins uns. Die Wiederaufnahme von unserem kirchlichen Leben macht Mut, gibt Kraft – aber  gibt uns auch zu denken. 

Für alle, die an diesem Sonntag nicht im Dom sein konnten, gibt es hier den Gottesdienst mit Amélie zu Dohna und Hans-Martin Kätsch zum Hören.

Dazu gibt es den Liederzettel zum Mitsingen für zu Hause.

 

 

 

 

 

Abendandacht mit Pastorin Amélie zu Dohna

Weil unser Dom geschlossen bleiben muss, hat sich unsere Pastorin Amélie zu Dohna entschieden, dieses kleine Video aufzunehmen. 

Quasimodogeniti – so heißt der erste Sonntag nach Ostern.

Dazu zunächst eine Geschichte.

 „Der zweite Geburtstag“ – so überschreibt Horst Flachsmeier eine kleine Erzählung, die so beginnt: „Das erste, was er wahrnahm, war das Gesicht der Ärztin, die sich über ihn beugte. Dann hörte er ihre Stimme, zunächst noch so, als wären seine Ohren mit Wattebäuschchen verstopft. „Nun, werden Sie wieder wach?“ fragte sie. Noch konnte er nicht sprechen, schaute sie nur groß an. „Wissen Sie, was geschehen ist?“ fragte sie weiter. Als er seinen Kopf schütteln wollte, bemerkte er, wie sehr er schmerzte. Die Ärztin sagte: „Sie hatten einen schweren Unfall und sind nun auf der Intensivstation“.

Und Horst Flachsmeier, selbst Arzt, ging es durch den Sinn: So ist es also, wenn man auf der Intensivstation wach wird!“ Oft hatte er selbst die Stationen des Krankenhauses besucht, nun war er selbst Patient mit Gefühlen der Hilflosigkeit.

„Wissen Sie noch, was geschehen ist?“

Flachsmeier konnte sich beim besten Willen nicht erinnern – die Erinnerung war ausgelöscht, ausgelöscht durch den Unfallschock und die tiefe Bewusstlosigkeit, aus der man ihn mit großer Mühe hatte in das Leben zurückführen können. Die ganze Nacht war er bewusstlos, zehn Stunden lang.

Auf einmal begriff er ganz tief, dass er zum zweiten Mal geboren war. Gott hatte ihm ein neues Leben geschenkt.

Er fühlte sich wie neugeboren.

Wenn wir uns dem Geheimnis von Ostern, der Auferstehung, nähern wollen, dann sind solche Erlebnisse, wie sie Horst Flachsmeier hatte, ein Zugang dazu.

Das Leben ist danach nicht einfach das dasselbe wie vorher. Man empfindet das Leben nicht mehr als selbstverständlich. Zu leben ist jetzt mit einem Gefühl des Dankes verbunden. An solchen Tagen liegt Glanz über der Welt, wenn man mit Dankbarkeit begreift, nach einer schweren Krankheit, nach einem schweren Unfall noch am Leben zu sein. Stilles und heiteres Licht liegt über solchen Tagen, Osterlicht.

So wie es die biblischen Ostergeschichten beschreiben. Im Grab ist es hell geworden, ein Engel in einem weißen Gewand ist darin. Wir lesen Geschichten der Freundschaft- man bricht das Brot des Friedens miteinander. Menschen werden bei ihrem Namen gerufen -Maria, Thomas, Petrus- und damit auch wieder zurück ins Leben. Sie werden angesprochen als jemand, der ganz persönlich gemeint und gewollt ist, werden angesprochen als Geliebte.

 

Wir alle wünschen uns im Moment, dass helle, heitere Tage zurückkehren. Dass der Karfreitag, der über unserer Welt liegt, wieder ein Ende nimmt. Dass die Covid-Krankheit besiegt wird. Bei vielen ist das Leben schwer und bitter, angstvoll und schmerzhaft.

Aber auch in dieser Zeit gibt es die österlichen Momente, die Heiterkeit, Frieden und viel Menschlichkeit ausstrahlen. So viele gute Ideen, so viel teilen miteinander. Gemeinsames Singen von Fenster zu Fenster, das Geschenk von Musik, die Nachbarschaftshilfe. Der große Einsatz vieler bis an den Rand der Kraft.

Andere haben jetzt viel Zeit.  Ich habe sie auch zum Aufräumen genutzt. Und meinen Mutterpass wiedergefunden. Und dann lese ich: Risikoschwangerschaft – ja. Risiken bei der Geburt- ja. Das hatte ich alles vergessen. Geblieben ist die Erinnerung an diese überaus glückliche erste Stunde, als wir unser Kind, unser Neugeborenes, im Arm hielten mit Staunen und Dankbarkeit.

Ich wünsche Ihnen, dass es auch in ihrem Leben in den kommenden Wochen solche österlichen, hellen, wärmenden Momente gibt, die Ihnen durch die nicht immer leicht zu ertragenden Tage helfen. Ich wünsche Ihnen ein Neugeborenwerden zu Zuversicht und Kraft.

Ihre Pastorin Anna-Barbara Naß-Gehrke

 

 

 

Jugendgottesdienst am 18. August – Perlen des Glaubens

shelter ist jetzt ein fester Teil unserer Gemeinde

Die Bildhauerin Gisela Milse schuf im Rahmen des 10. Internationalen Bildhauer-Symposiums Oberkirchen im Jahr 2015 eine ganz besondere Skulptur: shelter.

Für uns alle war 2015 ein außergewöhnliches Jahr, denn viele Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten suchten auch in unserer Gemeinde Zuflucht.  shelter ist aber mehr als ein aktuelles Sinnbild für die Flüchtlingsströme, die Sorgen und Hoffnungen der Menschen auf dem Weg aus dem Krieg, aus der Hoffnungslosigkeit, aus der Armut: denn shelter bedeutet in der Übersetzung aus dem Englischen Unterschlupf, Obdach, Schutz, Anlaufstelle, Zufluchtsort, Unterkunft und vieles mehr. shelter ist aber noch viel mehr, nämlich auch ein Blick auf das Behütete, auf das mutige oder ängstliche Heraustreten – und was auch immer die Betrachterin oder der Betrachter mit der eigenen Lebenserfahrung und den aktuellen Lebensumständen in diesem Augenblick sieht.

Schnell wurde der Wunsch laut, dieses Objekt Teil unserer Gemeinde werden zu lassen – der erste Standort war geplant am Dom in Bardowick. Doch hier gab es keine Aufenthaltsgenehmigung, und alle  anderen vorgeschlagenen Orte wären diesem besonderen Standbild in keiner Weise gerecht geworden. Also musste shelter eine ganze Weile sein Dasein weitab von der Kirchengemeinde und den Menschen drum herum fristen – nämlich auf dem Bauhof der Samtgemeinde Bardowick. In diesem Frühjahr allerdings kam endlich einiges in Bewegung und die wunderbare Skulptur erhielt eine dauerhafte Niederlassungserlaubnis vor dem Gemeindehaus in Vögelsen, mitten im Geschehen zwischen Gemeindeleben, Grundschule und Jugendtreff.

„Shelter ist nicht nur eine Skulptur, sondern ein lebendiger Teil des Gemeindelebens.“

Auch schlägt shelter Bögen durch die Zeit, in den Umarmungen der abgebildeten Menschen finden sich viele Epochen wieder – die Verfolgung im Naziregime und die anschließende Flucht von Millionen Menschen. Die Reformation und ihre Streiter und Verfolger, die Familie heute, die ein erwachsenes Kind in die Welt ziehen lässt – was sehen Sie in diesem Bild?

Und dann ist dieser Stein selbst mehrere Millionen Jahre alt! Wie klein wirkt da ein Menschenleben… Die Oberkirchener Sandsteine kommen aus einem der ältesten Steinbrüche der Welt, schon im 11. Jahrhundert haben Baumeister diese Steine verwendet. Und Archäologen haben ihre wahre Freude an den Fossilien, die dort zu finden sind. Eine kleine Dinosaurier-Kralle dürfen wir nun auch zu unserer Gemeinde zählen… Machen Sie sich auf die Suche danach!

Die Bildhauerin Gisela Milse sagt zu ihrem so lebendigen Objekt: „Das ist mir noch mit keinem Stein passiert. Dieser Stein lebt sein eigenes Thema.“ Und leben wird shelter auch bei uns – eingebunden in Projekte für Konfirmanden, Gottesdienste, Andachten und vieles weitere.

Machen Sie sich selbst ein Bild – schauen Sie sich shelter in aller Ruhe an! Wir sind mit jedem Blick wieder verwundert, welche Assoziationen es in uns weckt.

Die Gelegenheit dazu haben Sie in einem ganz besonderen Umfeld: Am 15. Juni um 18 Uhr wird shelter feierlich offiziell unserer Kirchengemeinde übergeben. Als Abschluss der diesjährigen Dombauhütte präsentieren die Bildhauer*innen ihre zum Thema shelter entstandenen Werke. Selbstverständlich ist die Erschafferin von shelter auch anwesend. Dazu gibt es ein internationales Buffet, das Geflüchtete aus unserer Gemeinde mit dem Projekt „Zu Gast in anderen Küchen“ zaubern.

Die Sparkassenstiftung Lüneburg und der Klein-Kunst-Fond der Landeskirche Hannover waren maßgeblich an der Finanzierung dieses Projektes beteiligt, so dass keine Kirchensteuergelder verwendet werden mussten. Eine Summe von 2.500 Euro steht noch aus – und da bitten wir Sie um Ihre Unterstützung. Wir freuen uns über Spenden für shelter! Weitere Informationen dazu finden Sie auf www.kirche-bardowick.de.

Eine Prädikantin für unsere Gemeinde

Festlicher Gottesdienst zur Einführung von Elisabeth van Nguyen am 2.12.

Wir haben Pastoren, Küsterin, Sekretärin, unseren Kantor und ganz viele Ehrenamtliche – und nun auch eine Prädikantin! In einem zweijährigen Kurs mit umfangreichen Inhalten hat Elisabeth van Nguyen eine Fortbildung gemacht, aufbauend auf ihre Ausbildung als Lektorin (Lektoren haben wir einige in unserer Gemeinde, sie halten auch manchmal Andachten und Gottesdienste). Was genau ist nun die Aufgabe von unserer neuen Prädikantin? Sie darf jetzt öffentlich eigenverantwortlich predigen und damit das Pfarramt unterstützen. So ist nun eine zusätzliche Stimme von der Kanzel zu hören! Mit der Ausbildung geht auch das Recht einher, das Abendmahl einzusetzen. Dazu darf sie Gottesdienste im ganzen Kirchenkreis leiten. In der Kirchensprache heißt es, sie hat das „Recht der freien Wortverkündung“.

Im Laufe des Kurses hat Elisabeth van Nguyen schon einige Gottesdienste gehalten, die von Mentoren, Kursleitern, Pastoren und dem Landessuperintendenten begutachtet wurden. Und – haben wir etwas anderes erwartet? Natürlich nicht – Elisabeth hat mit Bravour alles gemeistert und wir freuen uns riesig auf einen wunderbaren Festgottesdienst am 1. Advent um 10 Uhr im Dom zu Bardowick. Superintendent Cordes wird die Einführung übernehmen, unsere drei Pastoren, der Kirchenvorstand, einige Assistenten und Jugendliche werden am Gottesdienst mitwirken. Und natürlich gibt es viel Musik: Ralf Plantener an der Orgel, der Posaunenchor wird dabei sein – und die Band „Jukebox Unplugged“ mit Malte Schröder und René und Pascal van Nguyen.

Dieser Gottesdienst ist außerdem das zweite Türchen des diesjährigen Lebendigen Adventskalenders.

Die Glocken des Doms stimmen mit ein…

Europaweites Glockenläuten zum internationalen Friedenstag

Am 21. September von 18.00 bis 18.15 Uhr werden auch die Glocken des Bardowicker Doms läuten – zusammen mit vielen Kirchen- Rathaus- und anderen Glocken in ganz Europa. Zum ersten Mal werden sie gemeinsam ein Zeichen für ein friedliches Zusammenleben, für Verständigung und Versöhnung setzen.

Die Kirchengemeinde Bardowick lädt im Anschluss an das Geläut zu einem Friedensgebet in den Dom ein. Herzlich willkommen!

Mehr Informationen…

Kirche mit mir?!

Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannovers hat in diesem Zusammenhang einen (wie wir finden) ansprechenden kleinen Film erstellt und ist auch auf Facebook und Instagram damit aktiv. Sicherlich gibt es viele…