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Klezmer-Projekt im Dom

Jüdische Klezmer-Musik zum Zuhören und Mitmachen

15 Musikerinnen und Musiker aus Deutschland, Frankreich, der Ukraine und den USA – das ist das Kleszmer-Projektorchester aus Göttingen. Am 26. Oktober werden sie in Bardowick zu Gast sein mit einem Konzert im Dom. Die bunte Truppe präsentiert Klezmer-Tanzstücke, Synagogalmusik, Kompositionen von jüdischen Komponisten, eine Prise Balkan- und Weltmusik sowie jiddische Lieder. Und der Clou: Interessierte ab 12 Jahren, können sich zu einem kostenlosen Workshop anmelden und anschließend im Konzert mitwirken!

Workshop-Teilnehmende sollten ein Instrument nach Noten (bzw. Akkordsymbolen) spielen können (kein Keyboard, aber Percussion) und sich bis zum 20. September unter www.klezpo.de anmelden. Nach Anmeldeschluss erhalten sie die Noten für ca. drei Stücke plus Anleitung als PDF.

Termin: 26. Oktober 2019

Workshop: 12.00-13.30 Uhr im Gemeindehaus; Konzert: 15 Uhr im Dom

Die Glocken des Domes zu Bardowick

Die Glocken des Domes zu Bardowick

Das Domgeläut gilt unter Glockensachverständigen als sehr bedeutend. Die drei ältesten und kleinsten Glocken sind noch in romanischer Bauform hergestellt worden. Mit einem Alter von teilweise weit mehr als 800 Jahren sind sie die ältesten im Landkreis Lüneburg.

Der Dom zu Bardowick besitzt  sieben Glocken.

Das Geläut besteht aus Glocken verschiedener Epochen und Bauformen.

Die zwei gotischen Glocken im Nordturm sind für ihren Wohlklang weit über die Grenzen des Landkreises bekannt. Der Südturm beherbergt zukünftig vier kleinere Glocken. Zum einen das bereits erwähnte romanische Dreiergeläut, das als äußerst bedeutend eingestuft wird. Sowie eine Glocke, die jüngst zur Entlastung des romanischen Geläuts angeschafft wurde.

Auf dem First des Hauptschiffes versieht eine Glocke von 1880 ihren Dienst die, trotz ihrer Erschaffungszeit, allgemein als wohlklingend empfunden wird.

Diese Glocke sagt dem Bardowicker zur vollen- und halben Stunde die Zeit an. Durch das Gebets-Läuten in der Frühe, zum Mittag und zum Abend ordnet sie zuverlässig den Tagesablauf der um den Dom wohnenden und ist für viele Generationen Bardowicker Kinder zum Maßstab ihrer „Zeitrechnung“ geworden.

Die beiden Glocken im Nordturm

sind vermutlich 1424 im Lüneburger Glockenhaus dem damals berühmten Meister Ulrich gegossen worden.

Die beiden großen Glocken wurden 1901 vom Hildesheimer Glockengießer Radler neu aufgehängt und gedreht worden. An der dabei ans Licht gekommenen Seite der Sonntagsglocke zeigt sich seither in bescheidener Kursivschrift die kleine bedeutsame Zeile:

Ulricus fecit me   (von Ulricus gemacht)

 

Steckbrief:

 

Die Sonntagsglocke

Schlagton: F

Größter Durchmesser: 123 mm

Stärke des Schlagrings: 86 mm

Verhältnis: 14,3 : 1

Höhe ohne Krone: 100 mm

Gewicht: 1060 Kg

 

Die Bußglocke

Schlagton: Es

Größter Durchmesser: 136 mm

Stärke des Schlagrings: 97 mm

Verhältnis: 14,01 : 1

Höhe ohne Krone: 1088 mm

Gewicht: 1500 Kg

 

Die Glocken im Südturm

 

Das Romanische Geläut

 

  1. Glocke

Schlagton:                         b

Entstehungszeit                  ca.1250

Durchmesser:                     44,6 cm

Stärke des Shclagringes    3,6 cm

Höhe ohne Krone:               43,5 cm

Gewicht der Glocke:           60 kg

Hat die Form eines Zuckehuts

 

  1. Glocke

Schlagton:                         as

Entstehungszeit                  ca. 1150

Durchmesser:                     57 cm

Stärke des Schlagringes    5,6 cm

Höhe ohne Krone:               51,1 cm

Gewicht der Glocke:           110  kg

Hat die Form eines Bienenkorbs

 

  1. Glocke

Schlagton:                         f         

Entstehungszeit                  ca.1325

Durchmesser:                     68 cm

Stärke des Schlagringes    6,6 cm

Höhe ohne Krone:               59,7 cm

Gewicht der Glocke:           200  kg

Hat die Form eines Bienenkorbs

  1. Glocke

Schlagton:                         d        

Entstehungszeit                  2010

Durchmesser:                     68 cm

Stärke des Schlagringes    6,6 cm

Höhe ohne Krone:               59,7 cm

Gewicht der Glocke:           256  kg

Die Gebets und Stundenglocke

auf dem Dachfirst von 1880 besitzt den Schlagton f und wiegt ca. 60 Kg

Die Orgelbaugeschichte Im Dom zu Bardowick

Orgelbaugeschichte Dom zu Bardowick

1322                   Erste Erwähnung einer Orgel im Dom zu Bardowick. Musikwissenschaftler gehen allerdings davon aus, dass auf Grund der Bedeutung des Orts als Handelsplatz, bereits vor dieser Orgel ein gotisches  „Blockwerk“ vorhanden war.

1388                   Vikar Johannes Edendorp   vermacht dem Domstift         testamentarisch eine Pfanne Salz zur Reparatur der maroden Orgel.

1487                   Bei der großen Renovierung des Domes wird eine neue Orgel eingebaut. Über Größe und Umfang dieses Instruments ist nichts bekannt. Man vermutet, dass es auf dem Lettner gestanden haben muss. In diesem Zusammenhang fällt der Name eines Orgelmachers Schmeding auch über diesen ist nichts Näheres bekannt.

1561                   Nach Pfingsten wurde die Orgel von dem berühmten Hamburger Orgelmacher Jacob Scherer gründlich reparier und mit einem Prospekt dieser Zeit versehent. Ein Jahr später wurde dieses Instrument „in gutem Stande“ wieder übergeben.

1627                   Die Domorgel fällt durch Kriegswirren des Dreißigjährigen Krieges den Flammen zum Opfer.

1630                   Am vierten Advent 1630 wird eine neue Orgel durch Superintendent Melchior Caspar Triccius mit einer Predigt über Psalm 98, Vers 6 und 7 feierlich eingeweiht.

1842                   Die bereits seit längerem stillgelegte Orgel wird aus dem Dom entfernt.

1850                   Das Stiftsvermögen St. Petri et Pauli, Bardowick wird dem allgemeinen Klosterfonds (heute Klosterkammer)  zugeschlagen. Die Klosterkammer ist somit Eigentümerin des Doms

 

1868                   Eine neue mechanische Orgel wird durch den Elzer Orgelbauer Philipp Furtwängler erbaut. Dieses ist das letzte Orgelwerk von Philipp Furtwängler. Der prächtige neogotische Prospekt wurde der Ausstattung des Hauptschiffes angepasst. Die Disposition  entsprach dem Zeitgeschmack.

1951                   Die Furtwängler–Orgel wird durch die Nachfolgefirma Hammer-Orgelbau im Geschmack der Zeit zu einem neobarocken Instrument umgestaltet. Das Pfeifenmaterial  wurde, wie in dieser Zeit üblich, der Art umgearbeitet, dass sie jeden historischen Wert einbüßen mussten. Dieser Umbau wurde vom landeskirchlichen Orgelrevisor Alfred Hoppe aus Verden / Aller begleitet.

1964                   Der Umbau wurde durch den Einbau vier neuer Zungenstimmen der Firma Giesecke abgeschlossen.

1992                   Ab 1992 traten immer wieder teils auch gravierende Schäden auf, die eine Spielsicherheit nahezu ausschlossen.

Im gleichen Jahr wurde durch den kirchlichen Orgelrevisor im Rahmen der landeskirchlichen Visitation die „Abgängigkeit“  attestiert und ein Neubau empfohlen.

2006                   Erste Planungen auf Vorschlag der Domgemeinde, die neue Domorgel als Bach-Orgel zu konzipieren. Im gleichen Jahr eine Bereisung Mitteldeutschlands. Unter anderem Waltershausen, Naumburg, Altenburg, Erfurt.

2007                   Beschluss über den Orgelneubau gemäß der Projektierung von Professor Harald Vogel. Bereisung verschiedener Orgelbaufirmen

2009                   Ausschreibung des Projekts und Einholung der Kostenvoranschläge verschiedener Orgelbaufirmen.

2010                   Im März wurde Auftragserteilung zum Bau der Domorgel durch die Klosterkammer der Brandenburgischen Orglbaufirma Alexander Schuke zugeschlagen. Laut Disposition werden sich 46 Register auf III Manualwerke und Pedal verteilen.