Bardowicker Markus-Evangelium im Gottesdienst übergeben

Nun ist es vollbracht: nicht nur handschriftlich abgeschrieben, sondern traditionell handwerklich gebunden ist das Markus-Evangelium am Sonntag beim Gottesdienst im Dom der Gemeinde präsentiert worden. Die Prädikantin Elisabeth van Nguyen gestaltete den Gottesdienst mit Lesungen aus „unserem“ Evangelium und richtete in ihrer Predigt den Blick auf das Verhalten der Jünger. Dabei ermutigte sie zu einer klaren Haltung im Sinne Jesu zu den Fragen und Geschehnissen unserer Zeit. Da machte das Zuhören Spaß! Das gemeinsame Abendmahl für Alt und Jung sorgte für eine besondere Stimmung an diesem Vormittag im sonnendurchfluteten Dom.
Die Gewinner des Preisausschreibens mit doch recht kniffeligen Fragen zum Markus-Evangelium wurden in diesem Gottesdienst gezogen – der zweite Platz konnte direkt im Dom an eine Gottesdienstbesucherin übergeben werden. Der erste Platz, eine Sonderausgabe der Bibel zum Lutherjahr, ging an Wiebke Blesse aus Wittorf, die sich sehr freute.
Die Kirche schmückte eine Ausstellung mit Bildern, die Kinder in den vergangenen drei Jahren in Lydias Haus unter Anleitung von Dietlind Kemmler zu biblischen Geschichten gemalt haben. Einige geflüchtete Kinder haben so einen Teil ihrer Geschichte verarbeiten können und stellten während der Vernissage, die sich an den Gottesdienst anschloss, stolz ihre Bilder vor.
Wer mag, schaut im Dom vorbei – die Bilder, von denen einige das Bardowicker Markus-Evangelium illustrieren, sind noch in den nächsten vier Wochen im Dom zu sehen.

Ich erzähl dir, wie Gott für mich ist

Ein Kindergottesdienst-Projekt

„Bist du ein Haus aus dicken Steinen mit Fenstern und mit einem Dach? Gibst du den Großen und den Kleinen stets ein Zuhause Tag und Nacht?“, so fragt eines unserer Lieder im KiGo Vögelsen. Es bietet in jeder Strophe ein anderes Bild von Gott an: Ein Licht mit bunten Strahlen, das meinen Weg erhält – ein Freund, dem ich vertraue, mit dem ich viel erleben kann – ein Kuscheldecke, in die ich mich einkuscheln kann… Wir haben das Lied gesungen und verschiedene Bilder dazu betrachtet. Man kann sie wie ein Puzzle aneinander legen und merkt, es bleiben Lücken. Gott ist noch viel mehr. Wir haben gehört, wie Moses und Elia Gott erfahren haben und wie Jesus ihn beschreibt: mitleidig und auch zornig, sanftmütig und einfühlsam, liebevoll, großzügig und fröhlich wie ein Vater…

Dann haben Kinder, Konfirmandinnen und Erwachsene mit Legematerialien in aller Ruhe eigene Bilder gelegt: Blumen, weil Gott das Leben schön macht – ein Herz, das alles einschließt und in dem immer noch Platz ist – eine reich geschmückte Tür – eine in sich verdrehte Schnecke mit vielen Facetten – Weltall, Natur, Mantel, Herz, Gold für den König… Hier ein paar Eindrücke: