Bischof Nikolaus im KiGo Vögelsen

Er trägt einen weiten Mantel, unter dem Menschen Schutz finden können, einen Hirtenstab und eine Mitra, die ihn als Bischof auszeichnen, und ein Kreuz als Zeichen, dass er in der Nachfolge von Jesus Christus lebt: Bischof Nikolaus lebte im 4. Jahrhundert in Myra, in der heutigen Türkei. Weil er ein Herz hatte für die Menschen, die ihm anvertraut waren, erzählt man sich viele Geschichten über ihn.

Im Kindergottesdienst haben wir die Legende vom Kornwunder gehört. In Myra war eine Hungersnot ausgebrochen. Nirgends in der Stadt war mehr Getreide zu finden. Dem Bischof Nikolaus geht die Not der Menschen zu Herzen. Da hört er, dass im Hafen ein Frachtschiff vor Anker liegt, das Getreide geladen hat. Für Myra war es allerdings nicht bestimmt. Bischof Nikolaus verhandelt mit dem Kapitän und verspricht ihm, dass ihm kein einziges Korn fehlen werde, wenn den Menschen in Myra helfe. So geschieht es schließlich. Sack um Sack wird über die Laderampe geschleppt, und Bischof Nikolaus teilt an alle aus, soviel sie brauchen. Und das Unbegreifliche tritt ein: Am Abend ist das Schiff immer noch voll beladen mit Getreidesäcken. „Ein Wunder,“ sagen die Menschen später, und jemand fügt hinzu: „Wie damals bei Jesus: Er teilte fünf Brote und zwei Fische, und viele Tausende wurden satt.“

Alles hat seine Zeit: Konfirmandinnen und Konfirmanden gestalten Herbst-Zeit-Mandalas

Alles hat seine Zeit. Nun haben alle unfreiwillig wieder mehr Zeit als geplant, und das in unruhigen Zeiten. Was lag also näher, als kreativ zu werden! Und das werden unsere Konfirmandinnen und Konfirmanden!

Inspiriert durch Beppo Straßenkehrer aus Michael Endes „Momo“ und den Bibeltext „Alles hat seine Zeit“, Prediger 3, 1-8, entstanden Bilder, die uns innehalten lassen, die gut tun. Danke für eure Ideen!

Marc:

Simon: Die Kerze ist für mich das Licht in der Herbstnacht. Die Blätter stehen für den Herbst und die Kälte in dieser Jahreszeit. Die Steine stehen für die Hindernisse die wir überwinden müssen. Für den Wald stehen auch die Pilze , die neben dem Licht stehen. Die gelben Blumen stehen als Kontrast zu den Steinen für die schöne Natur . 

 

Anna: Ich habe aus Zapfen, Blättern, getrockneten Blumen, verschiedenen Tannennadeln, Äpfeln, Steinen, Borke und Ästen ein Mandala gelegt, da das die wenigen Materialien sind, die es bei uns jetzt noch gibt. In die Mitte habe ich das christliche Symbol „Fisch“ gelegt, das auch den griechischen Namen Ichtys trägt (siehe Bild 7). Ichtys bedeutet “Iesous Christos Theou Yios Soter”, was auf Deutch “Jesus Christus, Gottes Sohn, Erlöser” bedeutet. Das war eines der kurzen Glaubensbekenntnisse der ersten Christen. Der Fisch ist deswegen so wichtig, da die ersten Christen durch das Symbol ihren Glauben bekannten und verdeutlichten, dass sie in Jesus den Retter der Welt sahen.  

Ich habe das Mandala nicht auf grünem Untergrund gelegt, weil die Materialien, die ich zur Verfügung hatte, nicht bunt genug waren, um einen guten Kontrast zu bekommen. Allerdings habe ich den Untergrund so wie Beppo gefegt und es stattdessen auf unseren kleinen Holzsteg gelegt. Das Wort „Ichtys“ musste ich allerdings drinnen legen, da die winzigen Blätter bei unserem Herbstwetter ständig weggeflogen sind.  Als kleines Extra habe ich eine Lichterkette dazugelegt.

Das Mandala legen hat mir sehr viel Spaß gemacht, vor allem, weil es eine kreative Aufgabe für draußen war. Danke für die tolle Idee!

 

Lukas und Tammo: Eine Stoppuhr mit Start-, Stopp- und Pausenknopf. Der Startknopf ist grün und der Stoppknopf rot. Der Pausenknopf soll das obere Teelicht widerspiegeln. Der große Zeigen ist in Form eines grünen Farnblattes und der kleine Zeiger in Form von Eicheln dargestellt. Die Stoppuhr ist von Kastanien umrahmt und in der Mitte steht eine Kerze.

Das Mandala drückt für uns aus, dass man für alles Zeit genug hat und man diese nicht zu messen braucht. Die Kerze ist der Mittelpunkt des Lebens, weil das Licht die Seele und das Leben erhellt.

Clara: Bei meinem Herbstmandala sieht man einen Blätterkreis, welcher sieben Abzweigungen hat. An diesen sieben Abzweigungen ist jeweils ein Stockmännchen gelegt. In der Mitte steht die Kerze, welche neben einer verblühten Blume liegt. Die Kerze steht für mich und für dich, die verblühte Blume für meine oder deine negative Ausstrahlung. Der Blätterkreis soll Sachen darstellen, die mich oder dich belasten. Die Stockmännchen stehen für Personen, welche unter meiner oder deine Negativität „leiden“. Der Sinn hinter diesem Mandala soll sein, dass man sich durch Probleme oder anderes nicht runterziehen lassen soll, denn nicht nur man selber leidet darunter, sondern durch meine oder deine negative Ausstrahlung auch andere.

Lilly und Neele

Jelle

 

Hannah:

David-Keanu:

Die Kerze in dem Mandala drückt aus, dass es immer einen Schimmer Hoffnung gibt und dass man alles Schwierige langsam angehen muss, damit man es schafft.

Bele:

Ein Mandala wäre kein Mandala, wenn es aus einem einzigen Teil bestehen würde. Ein anderes Wort für „Mandala“ ist bei mir „Zusammenhalt“. Aus mehreren Teilen, in dem Falle den Blättern, wird ein Ganzes. Ein Beispiel sind unsere sozialen Gemeinschaften. Ohne Liebe, gegenseitige Wertschätzung oder ohne das Verzeihen-Können wären wir nichts anderes als eine Horde einzelner, verlorener Menschen. Natürlich hat dies alles auch einen Kern: Gott. Die Kerze in der Mitte des Mandalas steht für Gott. Er sorgt dafür, dass der Glaube, die Liebe und der Rest bei einem hohen Anteil der Menschen existiert und erhalten bleiben.

Außerdem sieht man bei den Blättern des Mandalas, dass sie alle verschieden sind und trotzdem ein gemeinsames, schönes Muster bilden können!

Kjell:

Vincent, Lasse, Marie:

Max:

Grün ist die Hoffnung! Ich hoffe das wir die Corona-Pandemie bald überstanden haben.

Sontje Marie:

Die Kerze in der Mitte löst in mir die Ruhe und den Frieden aus. Es erinnert etwas an einen Engel der schützend seine Flügel ausbreitet. Das Licht könnte die Hoffnung und Zuversicht sein. Davon braucht man in dieser Zeit ganz viel. Bleiben Sie gesund!

Leon:

Ich habe mich für das Bild entschieden weil mir in der Geschichte aufgefallen ist, dass Beppo auch bei Sonnenaufgang gearbeitet hat. Deswegen habe ich eine Sonne gelegt und das Kerzenlicht soll die Sonnenstrahlen darstellen wenn die Sonne aufgeht.

Annika und Mali:

Kaya:

Lena:

Was drückt es für mich aus:
Stroh (außen)= Sonnenstrahlen, die einen wärmen, die einen glücklich machen und die Ausstrahlung von Freude, die andere glücklich macht.
Steine= Der Weg um die Welt, der Weg um einen selbst oder der Weg zum Nachdenken.
Kleine Blätter= Kreis um die Bedürfnisse (Weltumriss), Zusammenhalt
Äpfel= stehen für das Bedürfnis der Nahrungsaufnahme
Große Blätter= Pflanzen auf der Erde
Kerze/Licht in der Mitte= Herz, dass alles ausstrahlt. Das kleine Fünkchen, dass viel auslösen kann (Freude, Glauben und Gesundheit).

Maximilian:

Ich habe mich für eine Wolke entschieden, weil die Wolke mich an den Himmel erinnert und somit auch an Gott, der immer für mich da ist. Die Kerze ist dabei für mich ein Symbol für Hoffnung und Leben.

Raphael:

Sinah:

Ich habe den christlichen Kirchen Fisch als mandala hergestellt.
Für mich drückt es aus, dass zu viele Fische an Müll im Meer sterben und das es sehr schade ist das die Fische sterben. Die Kerze soll ein Licht zum Glücklichsein ausdrücken, also das jeder Mensch und jedes Tier glücklich sein sollte wenn es möchte.

Lea:

Prediger 3, 1-8.

Alles hat seine Zeit
1 Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde: 2 Geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit; pflanzen hat seine Zeit, ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit; 3 töten hat seine Zeit, heilen hat seine Zeit; abbrechen hat seine Zeit, bauen hat seine Zeit; 4 weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit; klagen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit; 5 Steine wegwerfen hat seine Zeit, Steine sammeln hat seine Zeit; herzen hat seine Zeit, aufhören zu herzen hat seine Zeit; 6 suchen hat seine Zeit, verlieren hat seine Zeit; behalten hat seine Zeit, wegwerfen hat seine Zeit; 7 zerreißen hat seine Zeit, zunähen hat seine Zeit; schweigen hat seine Zeit, reden hat seine Zeit; 8 lieben hat seine Zeit, hassen hat seine Zeit; Streit hat seine Zeit, Friede hat seine Zeit. (Lutherbibel 2017)

 

Und für alle zum Nachlesen: Hier ist Beppo Straßenkehrer.

Beppo Straßenkehrer wohnte in der Nähe des Amphitheaters in einer Hütte, die er sich aus Ziegelsteinen, Wellblechstücken und Dachpappe selbst zusammengebaut hatte. […]

Er fuhr jeden Morgen lange vor Tagesanbruch mit seinem alten, quietschenden Fahrrad in die Stadt zu einem großen Gebäude. Dort wartete er in einem Hof zusammen mit seinen Kollegen, bis man ihm einen Besen und einen Karren gab und ihm eine bestimmte Straße zuwies, die er kehren sollte. Beppo liebte diese Stunden vor Tagesanbruch, wenn die Stadt noch schlief. Und er tat seine Arbeit gern und gründlich. Er wusste, es war eine sehr notwendige Arbeit. Wenn er so die Straßen kehrte, tat er es langsam, aber stetig: bei jedem Schritt einen Atemzug und bei jedem Atemzug einen Besenstrich. Dazwischen blieb er manchmal ein Weilchen stehen und blickte nachdenklich vor sich hin. Und dann ging es wieder weiter:

Schritt – Atemzug – Besenstrich –––.

Während er sich so dahinbewegte, vor sich die schmutzige Straße und hinter sich die saubere, kamen ihm oft große Gedanken. Aber es waren Gedanken ohne Worte, Gedanken, die sich so schwer mitteilen ließen wie ein bestimmter Duft, an den man sich nur gerade eben noch erinnert, oder wie eine Farbe, von der man geträumt hat.

Nach der Arbeit, wenn er bei Momo saß, erklärte er ihr seine großen Gedanken. Und da sie auf ihre besondere Art zuhörte, löste sich seine Zunge, und er fand die richtigen Worte. „Siehst du, Momo“, sagte er dann zum Beispiel, „es ist so: Manchmal hat man eine sehr lange Straße vor sich. Man denkt, die ist so schrecklich lang; das kann man niemals schaffen, denkt man.“ Er blickte eine Weile vor sich hin, dann fuhr er fort: „Und dann fängt man an, sich zu eilen. Und man eilt sich immer mehr. Jedes Mal, wenn man aufblickt, sieht man, dass es gar nicht weniger wird, was noch vor einem liegt. Und man strengt sich noch mehr an, man kriegt es mit der Angst, und zum Schluss ist man ganz außer Puste und kann nicht mehr. Und die Straße liegt immer noch vor einem. So darf man es nicht machen.“

Er dachte einige Zeit nach. Dann sprach er weiter: „Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken, verstehst du? Man muss nur an den nächsten Schritt denken, an den nächsten Atemzug, an den nächsten Besenstrich. Und immer wieder nur an den nächsten.

“Wieder hielt er inne und überlegte, ehe er hinzufügte: „Dann macht es Freude; das ist wichtig, dann macht man seine Sache gut. Und so soll es sein.

“Und abermals nach einer langen Pause fuhr er fort: „Auf einmal merkt man, dass man Schritt für Schritt die ganze Straße gemacht hat. Man hat gar nicht gemerkt wie, und man ist nicht außer Puste.“

Er nickte vor sich hin und sagte abschließend: „Das ist wichtig.“

 

Michael Ende: Momo. Thienemanns Verlag, Stuttgart 1973, S. 35–37

Engelausstellung in der Kapelle auf dem Nikolaihof

Engel schickt dir Gott.

„Es müssen nicht Männer mit Flügeln sein, die Engel“. Liedtext von R.O. Wiemer

Ein erstaunliches Interesse an allem Übersinnlichen ist in unserer Zeit zu beobachten. Wie eine geistige Woge läuft der Wunsch vieler Menschen, mehr von Engeln oder über sie zu erfahren. Wie leicht wird gesagt: „Na, da hast du aber einen Schutzengel gehabt“, wenn eine gefährliche Situation glimpflich abgegangen ist.

Überall kann man heute Engel dargestellt finden: auf Einkaufstüten, Seifendosen, T- Shirts, Trinkbechern, bei Reklame. Versicherungen laden ein, als „Schutzengel“ für die Menschen zu fungieren. Blumenläden scheinen Engelchen in allen Variationen zu lieben, nicht nur zu Weihnachten.

Focus hat vor einiger Zeit eine Umfrage gestartet. Dabei hat sich mindestens jeder zweite Befragte, zu einem „eigenen Schutzengel“ bekannt. Was bedeutet für Sie „Engel“?

In fast allen Religionen gibt es die Vorstellung von Engeln als Geistwesen, die den Gottheiten dienen und zwischen Gottheit und Menschen vermitteln. Oft sind sie auch für den Schutz der Menschen verantwortlich.

Im Alten Testament bilden die verschiedenen Engel den Hofstaat Gottes. Es wird noch von anderen Engeln in der Bibel erzählt. Sie sind Gottes Boten als Überbringer einer Botschaft. (Angelus= Bote). Der Kirchenvater Augustin sagt: „Engel ist eine Aufgabe, kein Wesen!“

Ihr Äußeres wird selten nicht näher beschrieben, aber später, in der christlichen Kunst, oft gemalt und dargestellt. Meist mit Flügeln (wie können sie sonst so schnell und einfach da sein, ohne dass man sie vorher bemerkt hat?)

Engelbegegnungen in der Bibel zeigen ganz persönliche Erfahrungen in ganz bestimmten Lebenssituationen, es sind Erfahrungen der Menschen mit Gott. Engelsbegegnungen sind letztlich Gottesbegegnungen. Gott macht sich bemerkbar. Vielleicht sind unsere Augen gehalten, dass wir diesen Zusammenhang in unsrem Leben nur nicht sehen?

Ausgestellt sind über 100 Engel, die aus verschiedenen Zeiten, verschiedenen Länder und von verschiedenen Künstlern stammen: Die polnischen Schnitzarbeiten zeigen die Engel in knallbunten Farben. Die Ebenholzfiguren in ihren schlanken Formen schauen ernst und erstaunt die Zuschauer an.

Auch Engel in Indianertrachten wollen die frohe Botschaft weitergeben.

Porzellanfigürchen und lustige, pausbackige Vertreter der Engelzunft sind zu sehen.

Auch einfach gemalte „Kunstwerke“ von Kindern sind dabei.

Für mich bezeugen die verschiedenen Engelbilder: Es gibt mehr zwischen Himmel und Erde, als unser Verstand fassen kann.

Engeldarstellungen können uns daran erinnern, dass Gott den Menschen nahe ist.

Es gibt auch andere Engel: Menschen, die Boten Gottes sind, ohne Flügel, die einfach da sind, wenn Hilfe gebraucht wird.

Engel gibt es sie wirklich?

Elisabeth Scheffler

 

Sommer-Ferien-Dom: Dombauhütte für Kids!

Tiere für die Arche Noah!

Vom 4. bis zum 6. August wird es auf dem Domvorplatz in Bardowick kreativ!

 

Wir wollen mit Werkzeugen aus einem weichen Ytong-Stein Tiere für die Arche Noak gestalten, wir wollen mit euch singen, mit dem Regenbogen spielen und natürlich die Geschichte von Noah und der Arche kennenlernen!

Anmeldung bei Pastor Hans-Martin Kätsch unter 04131/6082306

Wir freuen uns auf euch!

Isabell Kniep, Elisabeth van Nguyen und Hans-Martin Kätsch

 

Drückt fest die Daumen, dass das Wetter gut wird, denn die Dombauhütte für Kids kann nur bei gutem Wetter stattfinden!

„Das ist ja himmlisch“ – Gottes Geist setzt in Bewegung

Wie lange haben sie wohl dagestanden und in den Himmel gestarrt? Die beiden Engel haben sie zurück auf die Erde geholt mit ihrer einfachen Frage: „Was blickt ihr in den Himmel?“ Jesu Worte klangen ihnen noch in den Ohren: „Bleibt in Jerusalem und wartet. Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen.“

Die Freundinnen und Freunde von Jesus blieben in Jerusalem. Wann sie wohl kommen würde, diese Kraft? Sie warteten. Sie blieben zusammen in dieser Zeit. Sie aßen miteinander und brachen das Brot. Sie erinnerten sich an alles, was sie mit Jesus erlebt hatten. Sie beteten.

Plötzlich kam vom Himmel her ein Rauschen wie von einem starken Wind. Trockene Blätter wirbelten auf dem Fußboden. Vorhänge wehten. Das ganze Haus war erfüllt vom Rauschen. Dann erschienen züngelnde Flammen. Die verteilten sich im Raum und ließen sich auf jedem Einzelnen von ihnen nieder. Aller wurden vom Heiligen Geist erfüllt. Sie begannen, in fremden Sprachen zu reden – ganz wie es ihnen der Geist eingab. Ja, die Kraft Gottes konnten sie jetzt spüren. Seht Ihr’s nicht? Hört ihr’s nicht?

Lobt Gott! Friede sei mit dir! hallt es in den Gassen der Stadt.

Die Leute sind verwirrt. „Friede, hast du gesagt? Aber du kannst doch meine Sprache nicht.“ Immer mehr Leute kommen auf die Plätze und wollen hören, was da los war. Dieses Rauschen, diese vielen Sprachen, diese Kraft. Manche schauen ratlos, manche staunen, manche sind unsicher: „Was mag das sein?“ Manche machen sich lustig: „Sie sind mit Wein abgefüllt. Sie sind betrunken!“ Mitten in diesem Moment spricht Petrus: „Es ist mitten am Tag. Die Leute sind nicht betrunken. Ihr Leute aus Israel, hört diese Worte. Jesus, der Mann aus Nazareth, durch ihn hat Gott gewirkt. Ihr selbst habt die Zeichen und Wunder gesehen. Diesen Jesus hat Gott auferstehen lassen, das bezeugen wir alle. Er ist in den Himmel emporgehoben und hat die heilige Geistkraft von Gott empfangen. Seht, Gott lässt sich bei uns nieder. Gott ist für uns da.“

Einige waren berührt von diesen Worten und fragten: „Was sollen wir tun?“

„Ändert euch. Lasst euch taufen auf den Namen Jesus. So werdet ihr Gottes Geist empfangen.“

Viele Leute kamen zusammen und ließen sich raufen an diesem Tag. Sie kamen zusammen, brachen das Brot und lobten Gott. Tag für Tag wurden es mehr. Gott ist in der Welt, Seht ihr’s nicht? Hört ihr’s nicht?

 

Straßenaktion

Die Freundinnen und Freunde von Jesus hält nichts mehr im Haus. Sie müssen auf die Straße und es allen erzählen. Sie loben Gott. Halleluja! Das ist hebräisch und heißt: Lobt Gott! Die Menschen in Jerusalem sprechen viele verschiedene Sprachen. Und alle verstehen plötzlich, was die Freunde von Jesus sagen.

Wenn Ihr Lust habt, schreibt es mit Straßenmalkreide in vielen Sprachen auf die Straße: Lobt den Herrn –  Praise the Lord (Englisch) – Gloire au Seigneur (Französisch) – Gloria al Señor (Spanisch) – Doxa theou (Griechisch) – Kittäkää herraa (Finnisch) Prega il Signore (Italienisch) – Chwali Christa (Russisch) –  Tôn vinh chân thần (Vietnamesisch) – Tumsifoni (Suaheli) – Sabah alrabu (Arabisch)…

„Das ist ja himmlisch“ – Eine Himmelfahrtsgeschichte für Kinder und andere neugierige Menschen

Jesus lebt! Er ist wieder da! Er ist von den Toten auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!

Was haben sie sich gefreut: Petrus und Johannes, Maria und Jakobus. Alle. Sie haben ihn gesehen und er war immer wieder mal bei ihnen. Er sprach mit ihnen. Er ging mit ihnen ein Stück Weg. Es saß mit ihnen am Tisch und aß mit ihnen. Fast wie früher. So konnten sie es glauben: Jesus lebt. Er war bei ihnen.

Dann, eines Tages, waren sie zusammen auf dem Ölberg. Und sie spürten: Etwas ist anders heute.  Jesus blickte sie lange an. Einen nach dem andren. Dann sagte er: „Heute gehe ich zurück zu meinem Vater im Himmel. Ich werde euch verlassen. Doch ich werde immer bei euch sein. Darauf könnt ihr vertrauen.“ Einen Moment sagte niemand etwas. Aber dann redeten sie alle durcheinander: „Aber warum denn?“ – „Wir sind doch so froh, dass wir dich wieder haben!“ – „Was sollen wir tun ohne dich?“ – „Geh bitte nicht weg!“ – Angst und Traurigkeit erfüllte die Freunde von Jesus. Jesus schaute sie immer noch ganz ruhig an. Er antwortete: „Ich verspreche euch: Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen. Bleibt in Jerusalem und wartet. Bald werdet ihr ihn spüren, diesen neuen Geist. Er wird eure Angst wegblasen. Er wird euch mutig machen. Und ihr werdet anfangen, allen Menschen von mir zu erzählen. Ihr werdet erzählen, was ihr mit mir erlebt habt. Sagt den Menschen, dass ich bei euch bin, auch, wenn ihr mich nicht mehr sehen könnt. Diese Kraft, die ihr spüren werdet, dass ist der Heilige Geist.

Dann war Jesus nicht mehr zu sehen. Als ob eine große Wolke die Sicht versperrte. Sprachlos standen die Freunde von Jesus da und schauten in den Himmel. Wo war Jesus denn nur? Im Himmel? Bei Gott? – Dann waren da plötzlich zwei Gestalten, wie Engel, Die sagten: „Guckt nicht nach oben. Tut, was er gesagt hat: Geht nach Jerusalem. Bleibt dort zusammen und wartet. Er lässt euch nicht allein.“

Da kehrten die Freunde Jesu zurück nach Jerusalem: Petrus, Johannes, Maria… alle, die zu Jesus gehörten. Zusammen saßen sie in einem Haus und warteten. Worauf sie warten sollten, das hatten sie noch nicht so genau verstanden. Aber sie erzählten einander immer wieder von dem Tag auf dem Ölberg und von dem Versprechen, das Jesus ihnen gegeben hatte: „Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen“. Dieses Versprechen machte ihnen Hoffnung. Irgendwie würde es weitergehen. – Fortsetzung folgt zu Pfingsten!

nach einer Erzählung von Volker Horstmeier in: Evangelische Kinderkirche, 92. Jahrgang, 2/20

Kindergottesdienst im Mai – diesmal zum Anschauen und Mitmachen

Nun können wir uns immer noch nicht wieder treffen im Gemeindehaus Vögelsen. Aber zusammen Kindergottesdienst feiern – das geht! Und zwar bei euch zu Hause – mit uns, denn wir kommen nun einfach per Bildschirm in euer Zuhause!

 

Wir wünschen euch viel Spaß!

Euer Kindergottesdienst-Team

 

Dankeschön an unser Filmteam Gideon Seib und Dúc René van Nguyen

 

Ein Video zum Mitsingen! Möge die Straße uns zusammenführen

Das Lied verkürzt uns die Wartezeit auf ein hoffentlich baldiges Wiedersehen! Es gibt Hoffnung, Zuversicht und Gottvertrauen.

Vielen Dank an Julia Bormann!

Zum Mitsingen hier der Text:

1) Möge die Straße uns zusammen führen und der Wind in deinem Rücken sein;
sanft falle Regen auf deine Felder und warm auf dein Gesicht der Sonnenschein.

Ref.: Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand;
und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand.

2) Führe die Straße, die du gehst, immer nur zu deinem Ziel bergab;
hab‘, wenn es kühl wird warme Gedanken, und den vollen Mond in dunkler Nacht.

3) Hab‘ unterm Kopf ein weiches Kissen, habe Kleidung und das täglich Brot;
sei über vierzig Jahre im Himmel, bevor der Teufel merkt: du bist schon tot.

4) Bis wir uns ‚mal wiedersehen, hoffe ich, dass Gott dich nicht verlässt;
er halte dich in seinen Händen, doch drucke seine Faust dich nie zu fest.

 

Das Video zum Sonntag: Wir wollen alle fröhlich sein

Der Lektor Ralf Plantener spielt es für uns ein  – aus dem Evangelischen Gesangbuch die Nummer 100. Da heißt es „Wir wollen alle fröhlich sein“. 

Viele Menschen vermissen im Moment die Nähe zu anderen, die Unbeschwertheit, die Sicherheit des Alltags, den Gottesdienst. 

Aber es gibt auch vieles, was uns auch jetzt dankbar sein lässt: Zu wissen, dass Familie und Freunde da sind, auch wenn man sich nicht so nah sein kann wie gewohnt. Zu sehen, dass sich manchmal auch neue Möglichkeiten auftun. Zu realisieren, wie gut wir es doch trotz allem in vielen Dingen haben.

Daher: Wir wollen alle fröhlich sein! Denn dann lässt sich vieles, was uns vielleicht gerade niederdrückt, doch gleich viel besser ertragen.

 

Ostern für Kinder – so ganz anders als sonst

Unser Kindergottesdienst-Team hat einiges für dies so ganz andere Osterfest zusammengestellt. Für euch Kinder ist es schon merkwürdig, so ohne Freunde, Omas und Opas, vielleicht ohne das jährliche große Fest oder ohne den Urlaub in den Osterferien. Das Osterfeuer muss ausfallen und auch sonst fühlt sich alles anders an.

Aber Ostern fällt nicht aus! Jesus ist auferstanden und die Freude und die Hoffnung tragen uns.

Schaut, hier ist die Geschichte:

Jesus ist auferstanden

Früh am Morgen gehen die Frauen los. Es ist gerade hell geworden. Sie sind unterwegs zur Grabhöhle. Vorgestern waren sie schon einmal dort. Am Freitagnachmittag. Da war ihr Freund Jesus gestorben. Und alles war dunkel geworden. Dunkel in ihren Herzen. Und jetzt, am Sonntagmorgen, wollen die Frauen noch einmal zum Grab. Sie wollen noch einmal etwas für ihren toten Freund tun. Sie haben Öle und duftende Kräuter dabei. Damit wollen sie seinen Körper einreiben.

„Aber wie kommen wir in das Grab hinein? Sie haben doch einen großen Stein davor gerollt. Der ist doch viel zu schwer für uns!“ Fragend schauen sich die Frauen an. Trotzdem gehen sie weiter. Sie kommen näher. Jetzt können sie die Grabhöhle schon sehen. Und dann ruft plötzlich eine: „Schaut mal! Was ist das denn?“ Und eine andere sagt: „Aber… der Stein liegt ja gar nicht mehr vor dem Eingang… Jemand muss ihn weggerollt haben. Die Frauen gehen ganz an die Höhle heran. Ungehindert können sie hineingehen.

Doch so sehr sie in der Höhle auch suchen: Jesus ist da nicht. Aber sie haben doch ganz genau gesehen, wie er hineingelegt wurde! Jetzt finden sie ihn nicht mehr. „Wie kann denn das sein?“, fragen sie sich, und: „Was machen wir denn nun?“ Und dann stehen da plötzlich zwei Männer. Sie tragen glänzende Kleider. Sind es Engel? Sind es Boten von Gott? Die Frauen erschrecken sich fürchterlich. Doch die Engel sprechen freundlich mit ihnen: „Ihr Frauen, was macht ihr hier? Was sucht ihr den Lebendigen bei den Toten? Jesus ist nicht mehr hier. Er ist auferstanden.“

Was soll das denn heißen? Jesus ist gar nicht hier? Er ist gar nicht tot? Das geht doch gar nicht? Wie kann denn das sein? Und wo ist er denn jetzt? Was für eine unglaubliche Rede der Engel!

Verwirrt gehen die Frauen aus der Grabhöhle heraus. Immer wieder hören sie die Worte der Engel in ihrem Kopf: „Was sucht ihr den Lebendigen bei den Toten? Jesus ist nicht mehr hier. Er ist auferstanden.“

Und langsam wächst der Gedanke in ihnen: Jesus ist auferstanden. Der Tod hat keine Macht über ihn. Aber was heißt das: „auferstanden“? Ist alles so wie früher? Kommt Jesus gleich um die Ecke und redet mit ihnen? Die Frauen können sich das nicht so richtig vorstellen. Dennoch: Die Freude in ihnen wird immer größer. Und das Licht in ihrem Herzen wird immer heller. Es ist nicht alles vorbei. Jesus muss ein neues Leben bekommen haben, irgendwie. Sie können es nicht richtig verstehen. Aber sie spüren, dass es wahr ist: Gott ist stärker als der Tod.

Und dann laufen sie los. Das müssen doch die anderen Freunde von Jesus auch hören. Die sitzen ja noch in ihrer Trauer fest. Ganz außer Atem sind sie, als sie bei den anderen ankommen. Es sprudelt aus ihnen heraus: „Die Engel haben es gesagt!“, rufen sie durcheinander, „Jesus ist nicht mehr tot. Wir verstehen es auch nicht richtig. Wir wissen auch nicht, wo er ist. Aber Gott hat ihn auferweckt. Er ist auferstanden!“

Da schütteln die anderen traurig die Köpfe. „Hört auf mit dem Geschwätz!“, rufen sie, „Das kann doch nicht sein. Jesus ist tot. Wir haben es doch gesehen.“

Ach, wie schade. So eine unglaublich schöne Nachricht, und keiner will sie glauben. Oder doch? Jedenfalls geht Petrus später los zur Grabhöhle. Er sieht, dass der Stein weg ist. Er sieht, dass Jesus nicht mehr im Grab ist. Auch Petrus versteht nicht, was er sieht. Es wird noch eine Weile dauern, bis er glauben kann, was geschehen ist. Aber auch in seinem Herzen ist es jetzt schon ein bisschen heller geworden.

 

 

Hier kommen noch ein paar Ideen, um dieses Osterfest ganz besonders zu machen:

 

  1. Einen Ostergarten bauen

Bauen sie mit ihren Kindern einen Garten mit einer Höhle aus Steinen und schmücken Sie ihn mit Blumen

 

  1. Kreuz schmücken

Wenn Sie einen Gottesdienst feiern, stellen Sie vorher ein aus Stöcken gebundenes Kreuz auf, das Sie nach der Erzählung mit Blumen schmücken können.

 

  1. Samen einpflanzen

Als Zeichen dafür, dass aus dem Dunkel der Erde und aus einem scheinbar leblosen Samenkorn neues Leben wachsen kann, können sie Blumen- oder andere Samen in vorbereitete Blumentöpfe oder auch im Garten aussäen und in der kommenden Zeit beobachten.

 

  1. Licht weitergeben

Wenn Sie einen Gottesdienst feiern, können Sie für jede Person ein Osterlicht bereithalten. Nach der Erzählung entzündet eine/r sein Osterlicht an der schon brennenden Kerze und gibt an die nächste Person weiter.

 

Ein weiterer toller Tipp für euch: auf www.wohnzimmerkirche.net gibt es ein ganz besonderes Programm!

 

Wir wünschen euch von Herzen frohe Ostern und freuen uns auf ein Wiedersehen mit euch!