Am Aschermittwoch beginnt die Passionszeit

Am Aschermittwoch ist alles vorbei… Zugegeben, der Karneval spielt keine so große Rolle in unseren Breiten. Und auch dort, wo die Jecken so richtig närrisch sind, wissen viele vielleicht nicht mehr, wozu er ursprünglich diente: Es noch einmal so richtig krachen zu lassen, bevor mit der Fastenzeit das große Verzichten begann. Fasten als eine Art Selbstgeißelung mit Trauerflor, das will heute kaum noch jemand.

Doch mit dem Slogan „Verzicht – ein Gewinn“ wurde in den letzten Jahren in unserer Kirche die Fastenzeit als etwas durchaus Positives wiederentdeckt. Die gut sieben Wochen der Passionszeit nutzen, um bewusst die eine oder andere Lebensgewohnheit zu hinterfragen, es einmal anders auszuprobieren, bewusst auf etwas zu verzichten, das vielleicht ein „Zuviel“ und damit schädlicher Ballast ist. Oder auch einmal „Sieben Wochen mit…“ – einem täglichen Spaziergang zum Beispiel für jemanden, dem es sonst an Bewegung und frischer Luft fehlt. Nach so einer Zeit bewusster Veränderung von Gewohnheiten entdeckt die eine oder der andere zu Osten, am Fest der Auferstehung, dass da tatsächlich etwas neu geworden ist im eigenen Leben.

Mit der Fastenaktion für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit bietet der Kirchenkreis Lüneburg wieder eine Veranstaltungsreihe an, die dazu einlädt, unseren Lebensstil im Hinblick auf unsere Verantwortung für die Schöpfung zu überdenken. Mit interessanten Referenten wird an jedem Freitagabend ein anderer Aspekt in einem Gemeindehaus in und um Lüneburg beleuchtet. Daten und Orte finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.

Passionszeit – das bedeutet für Christen auch, den Leidensweg Jesu zu erinnern – und gleichzeitig das Leiden vieler Menschen unserer Zeit, Deshalb feiert die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Lüneburg (ACK-L) an jedem Donnerstag eine ökumenische Passionsandacht an einem besonderen Segensort – einem Ort, an dem Menschen in verschiedenen Lebenslagen Zuflucht, Anlaufstelle, offene Herzen und helfende Hände finden.  Die Kindertafel in Lüneburg, ein Seniorenheim und Lydias Haus in Bardowick sind einige dieser Orte. Daten und weitere Hinweise finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.

In unserer Kirchengemeinde wird die Passionszeit am Aschermittwoch mit der Möglichkeit des Schweigens im Dom eröffnet.

Im März laden wir zur Fastenzeit in die Kirche auf dem Niklaihof: Jeden Montag, Mittwoch und Freitag zum Morgenlob um 9 Uhr, jeden Donnerstag zum Nachtgebet um 19 Uhr.

Besonders intensiv begehen wir miteinander die Karwoche, die letzte Woche vor Ostern: Mit Passionsandachten in der Kapelle auf dem Nikolaihof von Montag bis Mittwoch, dem Tischabendmahl im Dom am Gründonnerstag und am Karfreitag mit einem Abendmahlsgottesdienst im Dom, einem weiteren „Domschweigen“ und einem Taizé-Gebet in St. Marianus. Am Karsamstag dann – Stille. Bevor es am Sonntag Ostern werden darf!

Waldweihnacht in Wittorf am 23.12.

Nun kann es Weihnachten werden. Mit dem letzten Türchen des Bardowicker Adventskalenders geht es am 23.12. um 18 Uhr in das Waldstück am Ende des Heidewegs in Wittorf. Mit Musik, Geschichten, Lagerfeuer, Suppe und Punsch stimmen Hans-Martin Kätsch und Elke Spinneker auf den Heiligen Abend ein.

„… und aus ihrer dunklen Erde blüht die Hoffnung“

Durch die Passionswoche gehen und Ostern feiern in St. Peter und Paul

In der Mitte der Nacht liegt der Anfang eines neuen Tags,

und aus ihrer dunklen Erde blüht die Hoffnung.

So wollen wir Ostern erleben – im Osternachtsgottesdienst früh am Ostermorgen auf dem Nikolaihof. Wenn wir uns um 5.30 Uhr am Feuer vor der Kirche versammeln, ist noch Nacht. Am Feuer entzünden wir die Osterkerze, nehmen ihr Licht mit und ziehen in die dunkle Kirche ein. Gemeinsam erleben wir dort im Laufe der Liturgie, wie sich das Licht ausbreitet. Wir geben es untereinander weiter, und gleichzeitig, fällt durch die Fenster nach und nach das Licht des neuen Tages in die Dunkelheit der Nacht. Wir erleben es mit unseren Sinnen und wir hören: Christus ist auferstanden! Der Tod hat nicht länger das letzte Wort. Wir feiern den Sieg des Lebens.

In der Passionswoche bereiten wir uns auf diesen Höhepunkt vor: Von Montag bis Mittwoch feiern wir im Dom Passionsandachten. Am Donnerstag versammeln wir uns an einer langen Tafel im Chorraum des Doms zum Tischabendmahl und erinnern uns an das letzte gemeinsame Mahl Jesu mit seinen Jüngern. Der Karfreitag steht ganz im Zeichen des Gedenkens an Jesu Leiden und Sterben – und an seine Gegenwart überall dort, wo Menschen heute unermessliches Leid erfahren. Wir feiern einen Abendmahlsgottesdienst im Dom und abends ein Taizégebet in St. Marianus. Am „Stillen Samstag“ ist Zeit zum Domschweigen.

Und dann Ostern: Neben dem Osternachtsgottesdienst feiern wir am Ostersonntag einen Festgottesdienst mit Abendmahl und Posaunenchor im Dom uind am Ostermontag einen Familiengottesdienst mit Taufe.

Alle Termine finden Sie auch in unserem Veranstaltungskalender.