„Bernstein-Konfirmation“ unter der Erntekrone des Lebens

Unter der prächtigen Erntekrone des Doms feierten etwa 30 Jubilarinnen und Jubilare in einem festlichen Abendmahlsgottesdienst ihre Diamantene, Eiserne, Gnaden- und Kronjuwelen-Konfirmation. Sie waren in den Jahren 1958, 1953, 1948 und 1943 konfirmiert worden. 60, 65, 70 und 75 Jahre ist das her – für unsere aktuellen Konfis sicher schwer vorstellbar!

„Jubelkonfirmation – das ist wie ein Erntedankfest des Lebens“, sagte Pastor Hans-Martin Kätsch bei der Begrüßung. Dieses Fest feiern zu können nach so vielen Jahren, das sei Gnade, spann er den Gedanken in der Predigt weiter – auch wenn schöne und schwere Zeiten sich in den Jahrzehnten seit der Konfirmation im Leben jedes Einzelnen sicher auf ganz unterschiedliche Weise abgewechselt hätten. Kein Leben sei lupenrein glänzend und transparent wie ein Diamant. Deshalb sei für diesen Anlass der Bernstein vielleicht ein passenderes Bild als all die Edelsteine, die den Jubiläen ihren Namen geben. Ein Bernstein, entstanden über viele, viele Jahre aus dem Harz von Bäumen, hat oft Einschlüsse. In ihm ist Glänzendes und auch Schweres verborgen – wie im Leben eines Menschen. Und: Bernstein kann brennen! Auch wir Menschen können brennen. Wir bleiben nicht kalt, in uns brennt die Liebe zu anderen Menschen oder auch die Begeisterung für eine Sache. Wir können uns gegenseitig anstecken, das Licht weitergeben und uns immer wieder neu entzünden lassen vom Licht Gottes. – Dass Gott die Flamme seiner Liebe weiterhin im Leben unserer Jubilare leuchten lassen möge, dafür haben wir in diesem Gottesdienst seinen Segen erbeten.

Beim gemeinsamen Mittagessen nach dem Gottesdienst werden die einstigen Konfirmandinnen und Konfirmanden einander sicher einiges zu erzählen gehabt haben aus den unterschiedlichen Zeiten ihres Lebens!

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