Ab Juni bei uns: Vorfreude wie auf Weihnachten

Ein neues Gesicht ist ab Anfang Juni in unserer Kirchengemeinde unterwegs. Wir freuen uns, Roland Arndt begrüßen zu dürfen! Er wird bei uns seine Ausbildung zum Pfarrverwalter absolvieren, am 21. Juni wird er im Gottesdienst vorgestellt. Vorab haben wir mit ihm für ein kleines Interview telefoniert.

Redaktion: Herr Arndt, wir freuen uns auf Sie! Erzählen Sie mal, was haben Sie bisher gemacht?

Roland Arndt: Seit vielen Jahren bin ich im Kirchenkreis Winsen tätig, zuletzt als betriebswirtschaftlicher Leiter Kindergärten – mit 21 Einrichtungen, ca. 400 Mitarbeitern in zwei Kirchenkreisen gab es ordentlich zu tun. Meine Aufgaben waren unter anderem die Personalverwaltung, die Verhandlungen mit den Kommunen und natürlich die Verantwortung für die Finanzen. In Winsen wurde ich nun mit einem Gottesdienst verabschiedet und gehe mit einem weinenden und einem lachenden Auge.

Wie führte Ihr Weg in die Tätigkeit für einen kirchlichen Arbeitgeber?

Mein Berufswunsch war Pastor, ganz klar. Am Ende meines Theologiestudiums gab es nur leider zu viele Studierende und zu wenig freie Stellen. Ich musste mir also etwas Neues suchen und absolvierte eine Ausbildung zum Verwaltungsbeamten beim Landkreis Harburg. Und im Jahr 2002 habe ich dann im Kirchenkreisamt in Winsen die Stelle im Bereich der Kindertagesstätten angenommen. Und ganz nebenbei bin ich im Kirchenvorstand in Winsen gewesen. Schon damals im Finanz- und Kindergartenausschuss. Als Prädikant leite ich seit 1997 etwa 10-12 Gottesdienste im Jahr in den Kirchenkreisen Winsen und Hittfeld.

Wie kam es dann dazu, jetzt die neue Ausbildung zum Pfarrverwalter zu machen?

Eine komplett neue Ausbildung ist es gar nicht, denn die Landeskirche bietet seit einiger Zeit Quereinsteigern den Weg ins Pfarramt an, denn heute und in Zukunft gibt es wieder einen Mangel an Pastorinnen und Pastoren. Die Idee, mich um diese Möglichkeit zu bewerben, erhielt ich durch einen Diakon, der die Ausbildung gerade beendet hat. Als Verwaltungsmensch hatte ich mir nicht so große Chancen ausgemalt, aber als einer von dreien darf ich nun diese Ausbildung machen. Und bin damit der erste Beamte in dieser Laufbahn! Ich starte also mit 50 noch mal neu durch, das hätte ich mir vor einem Jahr noch nicht träumen lassen! Und auf meine Tätigkeit in der Kirchengemeinde Bardowick freue ich mich wie auf Weihnachten!

Wie läuft die Ausbildung zum Pfarrverwalter ab?

Als Pfarrverwalter mit entsprechender Vorbildung, in meinem Fall das Theologiestudium bis zum 1. Examen, bei Diakonen die Ausbildung, geht es ein Jahr lang im Tandem mit einer Pastorin oder einem Pastor in einer Gemeinde darum, alle Tätigkeiten, die man im Pfarramt können muss, kennenzulernen. Dazu gibt es Seminare und Lernzeiten und viel Selbststudium. Am Ende folgt ein Kolloquium. Danach ist man als Pfarrverwalter als Gemeindepastor tätig und ich bin glücklich, meinen Traum von vor mehr als 20 Jahren mir nun erfüllen zu können.

Lieber Herr Arndt, vielen Dank für dies Interview! Einen guten Start in Ihre erste Woche wünschen wir Ihnen!

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