„Das ist ja himmlisch“ – Gottes Geist setzt in Bewegung

Wie lange haben sie wohl dagestanden und in den Himmel gestarrt? Die beiden Engel haben sie zurück auf die Erde geholt mit ihrer einfachen Frage: „Was blickt ihr in den Himmel?“ Jesu Worte klangen ihnen noch in den Ohren: „Bleibt in Jerusalem und wartet. Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen.“

Die Freundinnen und Freunde von Jesus blieben in Jerusalem. Wann sie wohl kommen würde, diese Kraft? Sie warteten. Sie blieben zusammen in dieser Zeit. Sie aßen miteinander und brachen das Brot. Sie erinnerten sich an alles, was sie mit Jesus erlebt hatten. Sie beteten.

Plötzlich kam vom Himmel her ein Rauschen wie von einem starken Wind. Trockene Blätter wirbelten auf dem Fußboden. Vorhänge wehten. Das ganze Haus war erfüllt vom Rauschen. Dann erschienen züngelnde Flammen. Die verteilten sich im Raum und ließen sich auf jedem Einzelnen von ihnen nieder. Aller wurden vom Heiligen Geist erfüllt. Sie begannen, in fremden Sprachen zu reden – ganz wie es ihnen der Geist eingab. Ja, die Kraft Gottes konnten sie jetzt spüren. Seht Ihr’s nicht? Hört ihr’s nicht?

Lobt Gott! Friede sei mit dir! hallt es in den Gassen der Stadt.

Die Leute sind verwirrt. „Friede, hast du gesagt? Aber du kannst doch meine Sprache nicht.“ Immer mehr Leute kommen auf die Plätze und wollen hören, was da los war. Dieses Rauschen, diese vielen Sprachen, diese Kraft. Manche schauen ratlos, manche staunen, manche sind unsicher: „Was mag das sein?“ Manche machen sich lustig: „Sie sind mit Wein abgefüllt. Sie sind betrunken!“ Mitten in diesem Moment spricht Petrus: „Es ist mitten am Tag. Die Leute sind nicht betrunken. Ihr Leute aus Israel, hört diese Worte. Jesus, der Mann aus Nazareth, durch ihn hat Gott gewirkt. Ihr selbst habt die Zeichen und Wunder gesehen. Diesen Jesus hat Gott auferstehen lassen, das bezeugen wir alle. Er ist in den Himmel emporgehoben und hat die heilige Geistkraft von Gott empfangen. Seht, Gott lässt sich bei uns nieder. Gott ist für uns da.“

Einige waren berührt von diesen Worten und fragten: „Was sollen wir tun?“

„Ändert euch. Lasst euch taufen auf den Namen Jesus. So werdet ihr Gottes Geist empfangen.“

Viele Leute kamen zusammen und ließen sich raufen an diesem Tag. Sie kamen zusammen, brachen das Brot und lobten Gott. Tag für Tag wurden es mehr. Gott ist in der Welt, Seht ihr’s nicht? Hört ihr’s nicht?

 

Straßenaktion

Die Freundinnen und Freunde von Jesus hält nichts mehr im Haus. Sie müssen auf die Straße und es allen erzählen. Sie loben Gott. Halleluja! Das ist hebräisch und heißt: Lobt Gott! Die Menschen in Jerusalem sprechen viele verschiedene Sprachen. Und alle verstehen plötzlich, was die Freunde von Jesus sagen.

Wenn Ihr Lust habt, schreibt es mit Straßenmalkreide in vielen Sprachen auf die Straße: Lobt den Herrn –  Praise the Lord (Englisch) – Gloire au Seigneur (Französisch) – Gloria al Señor (Spanisch) – Doxa theou (Griechisch) – Kittäkää herraa (Finnisch) Prega il Signore (Italienisch) – Chwali Christa (Russisch) –  Tôn vinh chân thần (Vietnamesisch) – Tumsifoni (Suaheli) – Sabah alrabu (Arabisch)…

Ab Juni bei uns: Vorfreude wie auf Weihnachten

Ein neues Gesicht ist ab Anfang Juni in unserer Kirchengemeinde unterwegs. Wir freuen uns, Roland Arndt begrüßen zu dürfen! Er wird bei uns seine Ausbildung zum Pfarrverwalter absolvieren, am 21. Juni wird er im Gottesdienst vorgestellt. Vorab haben wir mit ihm für ein kleines Interview telefoniert.

Redaktion: Herr Arndt, wir freuen uns auf Sie! Erzählen Sie mal, was haben Sie bisher gemacht?

Roland Arndt: Seit vielen Jahren bin ich im Kirchenkreis Winsen tätig, zuletzt als betriebswirtschaftlicher Leiter Kindergärten – mit 21 Einrichtungen, ca. 400 Mitarbeitern in zwei Kirchenkreisen gab es ordentlich zu tun. Meine Aufgaben waren unter anderem die Personalverwaltung, die Verhandlungen mit den Kommunen und natürlich die Verantwortung für die Finanzen. In Winsen wurde ich nun mit einem Gottesdienst verabschiedet und gehe mit einem weinenden und einem lachenden Auge.

Wie führte Ihr Weg in die Tätigkeit für einen kirchlichen Arbeitgeber?

Mein Berufswunsch war Pastor, ganz klar. Am Ende meines Theologiestudiums gab es nur leider zu viele Studierende und zu wenig freie Stellen. Ich musste mir also etwas Neues suchen und absolvierte eine Ausbildung zum Verwaltungsbeamten beim Landkreis Harburg. Und im Jahr 2002 habe ich dann im Kirchenkreisamt in Winsen die Stelle im Bereich der Kindertagesstätten angenommen. Und ganz nebenbei bin ich im Kirchenvorstand in Winsen gewesen. Schon damals im Finanz- und Kindergartenausschuss. Als Prädikant leite ich seit 1997 etwa 10-12 Gottesdienste im Jahr in den Kirchenkreisen Winsen und Hittfeld.

Wie kam es dann dazu, jetzt die neue Ausbildung zum Pfarrverwalter zu machen?

Eine komplett neue Ausbildung ist es gar nicht, denn die Landeskirche bietet seit einiger Zeit Quereinsteigern den Weg ins Pfarramt an, denn heute und in Zukunft gibt es wieder einen Mangel an Pastorinnen und Pastoren. Die Idee, mich um diese Möglichkeit zu bewerben, erhielt ich durch einen Diakon, der die Ausbildung gerade beendet hat. Als Verwaltungsmensch hatte ich mir nicht so große Chancen ausgemalt, aber als einer von dreien darf ich nun diese Ausbildung machen. Und bin damit der erste Beamte in dieser Laufbahn! Ich starte also mit 50 noch mal neu durch, das hätte ich mir vor einem Jahr noch nicht träumen lassen! Und auf meine Tätigkeit in der Kirchengemeinde Bardowick freue ich mich wie auf Weihnachten!

Wie läuft die Ausbildung zum Pfarrverwalter ab?

Als Pfarrverwalter mit entsprechender Vorbildung, in meinem Fall das Theologiestudium bis zum 1. Examen, bei Diakonen die Ausbildung, geht es ein Jahr lang im Tandem mit einer Pastorin oder einem Pastor in einer Gemeinde darum, alle Tätigkeiten, die man im Pfarramt können muss, kennenzulernen. Dazu gibt es Seminare und Lernzeiten und viel Selbststudium. Am Ende folgt ein Kolloquium. Danach ist man als Pfarrverwalter als Gemeindepastor tätig und ich bin glücklich, meinen Traum von vor mehr als 20 Jahren mir nun erfüllen zu können.

Lieber Herr Arndt, vielen Dank für dies Interview! Einen guten Start in Ihre erste Woche wünschen wir Ihnen!

Gottesdienste auf der Wiese am Dom: festlich und ganz besonders

An Himmelfahrt war es eine Premiere – und wirkte fast wie eine Kunstinstallation! Unter Corona-Bedingungen Gottesdienst zu feiern, ist ganz besonders – und es ist festlich, anrührend, beruhigend, ein gemeinsames Erlebnis. Wir können uns und Gott mit Abstand sehr nah sein. 

Der nächste Open-Air-Gottesdienst findet am Pfingstsonntag statt, um 10 Uhr wird Amélie zu Dohna auf der Wiese am Dom predigen.

 

 

„Das ist ja himmlisch“ – Eine Himmelfahrtsgeschichte für Kinder und andere neugierige Menschen

Jesus lebt! Er ist wieder da! Er ist von den Toten auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!

Was haben sie sich gefreut: Petrus und Johannes, Maria und Jakobus. Alle. Sie haben ihn gesehen und er war immer wieder mal bei ihnen. Er sprach mit ihnen. Er ging mit ihnen ein Stück Weg. Es saß mit ihnen am Tisch und aß mit ihnen. Fast wie früher. So konnten sie es glauben: Jesus lebt. Er war bei ihnen.

Dann, eines Tages, waren sie zusammen auf dem Ölberg. Und sie spürten: Etwas ist anders heute.  Jesus blickte sie lange an. Einen nach dem andren. Dann sagte er: „Heute gehe ich zurück zu meinem Vater im Himmel. Ich werde euch verlassen. Doch ich werde immer bei euch sein. Darauf könnt ihr vertrauen.“ Einen Moment sagte niemand etwas. Aber dann redeten sie alle durcheinander: „Aber warum denn?“ – „Wir sind doch so froh, dass wir dich wieder haben!“ – „Was sollen wir tun ohne dich?“ – „Geh bitte nicht weg!“ – Angst und Traurigkeit erfüllte die Freunde von Jesus. Jesus schaute sie immer noch ganz ruhig an. Er antwortete: „Ich verspreche euch: Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen. Bleibt in Jerusalem und wartet. Bald werdet ihr ihn spüren, diesen neuen Geist. Er wird eure Angst wegblasen. Er wird euch mutig machen. Und ihr werdet anfangen, allen Menschen von mir zu erzählen. Ihr werdet erzählen, was ihr mit mir erlebt habt. Sagt den Menschen, dass ich bei euch bin, auch, wenn ihr mich nicht mehr sehen könnt. Diese Kraft, die ihr spüren werdet, dass ist der Heilige Geist.

Dann war Jesus nicht mehr zu sehen. Als ob eine große Wolke die Sicht versperrte. Sprachlos standen die Freunde von Jesus da und schauten in den Himmel. Wo war Jesus denn nur? Im Himmel? Bei Gott? – Dann waren da plötzlich zwei Gestalten, wie Engel, Die sagten: „Guckt nicht nach oben. Tut, was er gesagt hat: Geht nach Jerusalem. Bleibt dort zusammen und wartet. Er lässt euch nicht allein.“

Da kehrten die Freunde Jesu zurück nach Jerusalem: Petrus, Johannes, Maria… alle, die zu Jesus gehörten. Zusammen saßen sie in einem Haus und warteten. Worauf sie warten sollten, das hatten sie noch nicht so genau verstanden. Aber sie erzählten einander immer wieder von dem Tag auf dem Ölberg und von dem Versprechen, das Jesus ihnen gegeben hatte: „Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen“. Dieses Versprechen machte ihnen Hoffnung. Irgendwie würde es weitergehen. – Fortsetzung folgt zu Pfingsten!

nach einer Erzählung von Volker Horstmeier in: Evangelische Kinderkirche, 92. Jahrgang, 2/20

Vitamin C für die Seele

           

Vatertag

Ein Vater hatte einen Sohn, den er einfach nur liebhatte.  Als er erkannte, dass es für ihn Zeit war, die Welt zu erkunden, sagte der Vater: Geh mit Gott, aber geh! Es war ein himmlischer Austausch, an dem sein Sohn teilnahm. Er kam bei einer bodenständigen Familie unter. Wo gebetet wurde, ging er hin, diskutierte mit den Leuten, intensiv und immer heftiger. Bei all dem berief er sich immer auf die Liebe, die er erfahren hatte. Sein Sohn blieb nicht allein. Sie heilten und halfen, sie fischten und teilten Essen, sie feierten, sie erlebten Wunderbares. Er hatte die Liebe von ihm, dem Vater. Sie verleiht Kraft, auch zum Leiden. Als dann alles geschehen war, was geschehen musste, beschloss der Vater, dass sein Sohn lang genug im Namen der Liebe unterwegs war. Die Spur war gelegt. Sie kannten ihn. Sein Sohn, der weltverloren schien, sollte wieder nach Hause kommen. Da wurde er aufgehoben. Zur Rechten seines Vaters. Eine wunderbare Feier nahm ihren Lauf. Vatertag im Himmel!

 

Hans-Martin Kätsch

Bildnachweis: Bruna Branco, unsplash

Gottesdienst vom 10. Mai – mit Abstand, aber zusammen und im Dom

Nun dürfen wir wieder Gottesdienst feiern. Gut besucht war dieser Gottesdienst, es waren viele Besucherinnen und Besucher sehr angerührt, wieder im Dom sein zu können. Die Bestimmungen, unter denen Gottesdienste wieder möglich sind, fühlen sich merkwürdig und befremdlich an. Sich nicht zu nah kommen, Mundschutz zu tragen, nicht zu singen, nicht das Glaubensbekenntnis und das Vaterunser zu sprechen – so ganz anders, als das, was wir kennen. Aber dennoch: die Orgel klingt, wir hören zu und gehen ins uns. Die Wiederaufnahme von unserem kirchlichen Leben macht Mut, gibt Kraft – aber  gibt uns auch zu denken. 

Für alle, die an diesem Sonntag nicht im Dom sein konnten, gibt es hier den Gottesdienst mit Amélie zu Dohna und Hans-Martin Kätsch zum Hören.

Dazu gibt es den Liederzettel zum Mitsingen für zu Hause.

 

 

 

 

 

Der Dom öffnet wieder die Türen!

Ab dem 10. Mai feiern wir wieder Gottesdienste im Dom – unter Einhaltung von Regeln, die uns alle schützen

Wir freuen uns sehr, dass wir nach der aktualisierten Verordnung des Landes Niedersachsen nun wieder die Möglichkeit haben, miteinander Gottesdienste in unserem Dom zu feiern. Gleichzeitig wissen wir, dass die Gefahr einer Ansteckung mit dem Corona-Virus noch längst nicht aus der Welt ist. Wir sind uns des hohen Maßes an Verantwortung bewusst, die damit einhergeht, wieder Menschen in den Dom einzuladen, und haben alle Vorkehrungen getroffen, die nötig sind, um einander zu schützen. Wir bitten alle, die an unseren Gottesdienste teilnehmen, sich mit den folgenden Regeln vertraut zu machen. Ihre Einhaltung ist gelebte Nächstenliebe! 

  1. Bitte bringen Sie einen Mund-Nasen-Schutz mit und tragen Sie diesen während ihres Aufenthalts im Dom.
  2. Bitte warten Sie vor dem Westportal (Haupteingang) im Abstand von 1,50m darauf, einzeln eingelassen zu werden und halten Sie auch später in jeder Situation diesen Abstand ein.
  3. Unsere Küsterin hält ein Desinfektionsmittel bereit, mit dem Sie sich bitte die Hände desinfizieren.
  4. Die Sitzplätze im Dom sind im Abstand von 1,50m eingerichtet und markiert. Ein Mitglied des Kirchenvorstandes ist Ihnen gern bei der Platzwahl behilflich. Angehörige eines Hausstandes dürfen selbstverständlich beisammen sitzen.
  5. Auf gemeinsames Singen müssen wir im Gottesdienst zur Zeit verzichten. Wir halten für Sie Liedblätter bereit, auf denen Sie den Gottesdienstablauf und auch die Liedtexte verfolgen können, wenn Lieder stellvertretend für alle von Einzelnen gesungen und/oder musiziert werden. Diese Blätter werden nach einmaligem Gebrauch entsorgt.
  6. Während des Gottesdienstes sammeln wir keine Kollekte in den Bankreihen.
  7. Zum Verlassen des Doms stehen Ihnen alle drei Ausgänge (Nord-, West- und Südportal) zur Verfügung. An allen Ausgängen haben Sie die Möglichkeit, Ihre Spende für den jeweils aktuellen Kollektenzweck und/oder diakonische Aufgaben unserer Gemeinde und des Kirchenkreises in markierten Behältnissen einzuwerfen. Bitte achten Sie auch beim Hinausgehen auf die Wahrung der Abstandsregel.
  8. Die Gottesdienste in Radbruch und Vögelsen sowie in der Kapelle auf dem Nikolaihof bleiben aus Platzgründen zunächst ausgesetzt. Dies gilt auch für alle anderen Gemeindeveranstaltungen.

Es wird sich sicher ungewohnt anfühlen, auf diese Weise Gottesdienste zu feiern. Doch wir sind zuversichtlich, dass wir es als Gemeinde miteinander lernen werden in der Gewissheit, dass unser Gott mitten unter uns ist. Mag die physische Distanz zueinander auch zunächst befremdlich sein – Gottes Geist verbindet uns über allen räumlichen Abstand hinweg mit dem Band Seiner Liebe. Lassen Sie uns das miteinander erfahren. Seien Sie herzlich willkommen!

Sonntags und mittwochs von 17 Uhr bis 18 Uhr ist der Dom zum stillen Gebet geöffnet. Bitte achten Sie auch hier auf die Einhaltung der Abstandsregel.

 

Kindergottesdienst im Mai – diesmal zum Anschauen und Mitmachen

Nun können wir uns immer noch nicht wieder treffen im Gemeindehaus Vögelsen. Aber zusammen Kindergottesdienst feiern – das geht! Und zwar bei euch zu Hause – mit uns, denn wir kommen nun einfach per Bildschirm in euer Zuhause!

 

Wir wünschen euch viel Spaß!

Euer Kindergottesdienst-Team

 

Dankeschön an unser Filmteam Gideon Seib und Dúc René van Nguyen