Donnerstag, 22 Juni 2017
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Besuch im Miniatur Wunderland

Ich hab gefragt: „ Wollt ihr am Sonntag einen kleinen Ausflug nach Hamburg ins Miniatur Wunderland machen?“ Ungläubige Blicke.  Jeder der mit will muss 5€ zahlen. Das war der Start. Im Garbershaus in Vögelsen wurde eine Teilnehmerliste angefertigt und das Geld eingesammelt. Von 29 Bewohnern wollten 23 mit, im Distelweg wollten alle 12 Syrer mit und auch die Pieperstraße in Bardowick hat sich mit 8 Bewohnern gemeldet. Stopp, mehr geht jetzt nicht.  Dann konnte ich noch 13 Ehrenamtliche Begleiter für meine Idee begeistern. Nun ans Bürokratische. Die meisten Flüchtlinge dürfen Niedersachsen nicht verlassen, also habe ich einen Antrag bei der Ausländerbehörde gestellt.  Auch die Anmeldung im MiniaturWunderland für 56 Personen musste her. 11 Gruppenkarten vom HVV konnte ich im Internet günstig kaufen. Alles klappte hervorragend. Hier ein herzlicher Dank an die unbürokratische und schnelle Hilfe der Ausländerbehörde und an die Chefs des Miniatur Wunderlandes, die an 17 Januartagen freien Eintritt für sozialschwache Menschen gewähren.
Um 8.00 Uhr ging es für die Ersten los, was dazu führte, dass sie auf dem Rückweg nicht mehr so fit waren. 

Alle Teilnehmer wurden mit farbigen Bändchen und einer Sicherheitsnadel ausgestattet, damit wir uns alle wiedererkennen.  Um 10.30 Uhr hat sich endlich das Geheimniss „Miniatur Wunderland“ gelüftet und jeder konnte sich auf die Suche nach den „Pinguinen am Bahnhof“ machen. Es war spannend zu erleben, wer mit wem unterwegs war.

Natürlich hat es sich Dr. Kemmler nicht nehmen lassen, sein Wissen an alle interessierten Asylanten weiterzugeben. 

Nach ca. 2,5 Stunden hatte jeder einen kleinen Eindruck von großen europäischen Städten und Ländern. Zu Fuß sind wir dann zu den Landungsbrücken gegangen und haben uns von den Zubringerschiffen aus, die echte Philharmonie angeschaut. Leider war es so bitter kalt, dass wir nicht bis Teufelsbrück durch gehalten haben, sondern noch einen kleinen Abstecher durch den alten Elbtunnel gemacht haben.
Viele Barrieren sind gefallen, bis wir dann durchgefroren um 19.00 Uhr wieder zu Hause waren. Nicht nur wir Ehrenamtliche haben unsere Asylbewerber mal einen ganzen Tag in entspannter Atmosphäre kennen gelernt, sondern auch die Flüchtlinge sind sich untereinander näher gekommen. Ich möchte noch mal meinen herzlichen Dank an alle 13 Ehrenamtlichen für ihre Begleitung aussprechen. Ohne eure Hilfe hätte diese Fahrt nicht stattfinden können.

Letzte Änderung am Sonntag, 21 Februar 2016 15:49